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Projekt Pensplan: Ein gelungenes Beispiel für nachhaltiges Welfare

Das Projekt Pensplan lässt auch für das Jahr 2018 mit Erfolgszahlen aufhorchen: Einer von zwei Erwerbstätigen in der Region baut sich inzwischen eine Zusatzrente auf und die Nachfrage nach Information und Beratung zur Rentenplanung ist erneut stark gestiegen.

Anton Josef Kosta und Laura Costa

Gute Belege dafür, dass ein wichtiges Ziel auf lokaler Ebene erreicht wurde: In der Region gibt es heute eine stark ausgeprägte Vorsorgekultur und das damit verbundene Zusatzrentensparen erfreut sich großer Beliebtheit – fürs Alter genauso wie als Rücklage für persönliche oder familiäre Bedürfnisse auf dem Weg dahin. Nachfolgend einige Kernzahlen zum letzten Jahr: Zirka 74.000 Kontakte bei den Pensplan-Büros (das entspricht mehr als 300 Kontakten pro Arbeitstag), über 5.200 Teilnehmer/innen bei Informationsveranstaltungen, über 228.000 verwaltete Fondsmitglieder und über 26.000 verwaltete Betriebe sowie zirka 224.000 Verwaltungstätigkeiten. Dazu kommen im Zeitraum von 2003 bis Ende 2018 4,3 Millionen Euro an Beiträgen, die Pensplan für Mitglieder in wirtschaftlicher Notlage übernommen und in die Fonds eingezahlt hat, über 180 Fälle, in denen kostenloser Rechtsbeistand geleistet wurde sowie rund 42.000 Beiträge, die zur Deckung der Verwaltungs- und Buchhaltungskosten vergeben wurden.

Laut Laura Costa, der Präsidentin von Pensplan sind es nicht nur die Zahlen, die den Erfolg von Pensplan belegen: „Das Projekt Pensplan ist auch ein Paradebeispiel für die Umsetzung und Weiterentwicklung eines nachhaltigen Welfares. Dank der verbreiteten Sparkultur und dem Bewusstsein für langfristige Bedürfnisse sorgt die Bevölkerung vor und trägt so ein Projekt für eine gute eigene Zukunft mit. Das Ansparen eines Kapitals für das Alter zeugt von Eigenverantwortung und schafft gleichzeitig einen wirtschaftlichen Wert, der nicht nur dem Einzelnen, sondern darüber hinaus der gesamten Gesellschaft zugute kommt.“

Der Wert des Projekts Pensplan für die Region

Für die lokale Wirtschaft hat das Projekt Pensplan eine Reihe positiver Auswirkungen:

  • Dank eines öffentlichen Startkapitals und der umsichtigen Veranlagung desselben ist es Pensplan Centrum gelungen, allein mittels der erzielten Renditen das Projekt Pensplan umzusetzen und sämtliche Serviceleistungen und Unterstützungsmaßnahmen für die Bevölkerung in dieser Zeit abzudecken. Das Startkapital und damit öffentliche Gelder konnten somit vollständig erhalten werden.
  • Mehr als die Hälfte des Kapitals, das für die Umsetzung des Projekts Pensplan zur Verfügung gestellt wurde, ist durch die Tätigkeit der in der Region errichteten Zusatzrentenfonds in Form von Steuereinnahmen in die öffentlichen Haushalte zurückgeflossen. Gelder, die erneut für andere lokale Vorhaben zur Verfügung stehen.
  • Mit dem Sparen für eine Zusatzrente wurde ein beachtliches privates Kapital aufgebaut (Ende 2018 belief sich das Gesamtvermögen der regionalen Zusatzrentenfonds auf über 4 Milliarden Euro), das dazu beiträgt, in wirtschaftlicher Hinsicht die Lebensqualität im Alter zu erhalten und demnach potenzielle Einsparungen bei den öffentlichen Ausgaben im Pflege-, Gesundheits- und Vorsorgebereich mit sich bringt. Zugleich sorgt dieses Sparen für Investitionen in die lokale Wirtschaft.
  • Den mit dem Pensplan Centrum konventionierten Zusatzrentenfonds in der Region ist es dank einer professionellen Vermögensverwaltung gelungen, für ihre Mitglieder interessante Renditen zu erzielen (die durchschnittliche jährliche Rendite in den letzten 10 Jahren war mit 4% doppelt so hoch wie die jährliche Aufwertung der Abfertigung im Betrieb, die im selben Zeitraum bei 2% lag).

Information und persönliche unabhängige Beratung

Pensplan ist mit dem Ziel gestartet, den Aufbau der Zusatzrente in der Region zu fördern. Von zentraler Bedeutung ist daher die Informations- und Beratungstätigkeit bei den Büros von Pensplan und dem landesweiten Schalternetz, den so genannten Pensplan Infopoints. Im Laufe des Jahres 2018 wurden zwei große Informationskampagnen für jene Zielgruppen durchgeführt, für die der Aufbau einer zweiten Rente neben der staatlichen besonders notwendig erscheint: Junge Menschen und Frauen. In Folge der Neuerungen im Haushaltsgesetz 2018 für öffentlich Bedienstete hat Pensplan gezielt mit Referenten der öffentlichen Verwaltungen zusammengearbeitet, um deren Personal über die neuen Vorteile beim Aufbau einer Zusatzrente zu informieren und die Einschreibungen in Zusatzrentenfonds zu fördern. Dafür wurden auch persönliche Beratungen vor Ort direkt am Arbeitsplatz angeboten. Das Angebot einer persönlichen Beratung wird auch stark bei den Pensplan Infopoints genutzt: So wurden 2018 über 3.300 Vorsorgeberatungen durchgeführt (+15 % gegenüber 2017).

Die Unterstützungsmaßnahmen der Region

Die Region unterstützt über Pensplan die Bürger/innen beim Aufbau einer Zusatzrente auch durch verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören die Übernahme der Beitragszahlung in wirtschaftlichen Notlagen, kostenloser Rechtsbeistand bei unterlassener Beitragszahlung seitens des Arbeitgebers, Beiträge zur Deckung der Verwaltungs- und Buchhaltungskosten für Mitglieder von Fonds ohne Abkommen mit Pensplan, rentenmäßige Absicherung von Kindererziehungszeiten sowie Pflegezeiten von pflegebedürftigen Familienmitgliedern, Beiträge für die Zusatzrente von Hausfrauen, Bauern, Halb- und Teilpächtern.
Von 2003 bis 2018 wurden für Mitglieder in wirtschaftlicher Notlage Beiträge in Gesamthöhe von
4,3 Millionen Euro übernommen und in die entsprechenden Zusatzrentenfonds eingezahlt.

Zukunftsperspektiven

Das Projekt Pensplan weist gute Ergebnisse auf, sowohl was das Zusatzrentensparen, als auch das gesamte Welfare betrifft. Der Fokus der Arbeit der nächsten Jahre liegt auf der Entwicklung eines Systems, das Bürger/innen und Familien in den verschiedenen Lebensphasen Unterstützung und Komplettschutz in elementaren Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Arbeit und Ausbildung bietet. Dafür vertieft man derzeit Themen wie die Absicherung bei Pflegebedürftigkeit und die Vermittlung von Finanzwissen. Ziel ist es, die Bürger/innen auch in diesen Belangen zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, gute Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen. 2019 möchte man außerdem die individuelle, kostenlose und unabhängige Vorsorgeberatung weiter ausbauen und dabei alle Erwerbstätigen ansprechen, unabhängig davon, ob es sich dabei um private oder öffentliche Arbeitnehmer/innen, Selbstständige oder Freiberufler/innen handelt.

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