Beschreibung
Organisiert wird die Initiative von der Pensplan Centrum AG gemeinsam mit den politischen Verantwortungsträgern der Region, den Landesbeiräten für Chancengleichheit sowie den Gleichstellungsrätinnen und Gleichstellungsräten der autonomen Provinzen Bozen und Trient.
Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto: Netzwerken, Wert schaffen, Zukunft aufbauen.
Geschlechtsspezifische Unterschiede in Erwerbsbiografien, bei den Einkommen und den Renten wirken sich auch heute noch auf die finanzielle Sicherheit vieler Frauen aus. Aktuelle Daten zeigen, dass Frauen nach wie vor deutlich niedrigere Renten beziehen als Männer. Unterbrochene Laufbahnen, ein höherer Anteil unbezahlter Care-Arbeit, Teilzeitarbeit sowie anhaltende Einkommensunterschiede führen zu Nachteilen, die sich auch nach dem Eintritt in den Ruhestand deutlich bemerkbar machen.
Der Equal Pension Day verfolgt das Ziel, diese strukturellen Zusammenhänge sichtbar zu machen und das Bewusstsein für die Bedeutung von Finanzbildung und Zusatzvorsorge zu stärken, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu fördern.
Unterschiede erkennen, Lösungen finden
Geschlechtsspezifische Unterschiede zu erkennen, ist wichtig. Noch wichtiger ist es, zu verstehen, wie wir konkret dazu beitragen können, sie zu überwinden. Deshalb stellt die Ausgabe 2026 Erfahrungen, Instrumente und konkrete Handlungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt, um aufzuzeigen, wie jede und jeder im eigenen Umfeld einen Beitrag leisten kann: durch individuelle Entscheidungen, im Arbeitsleben und innerhalb von Unternehmen.
Der Equal Pension Day soll nicht nur ein Anlass sein, um über die weiterhin bestehenden Ungleichheiten zu sprechen, sondern vor allem eine Gelegenheit bieten, über mögliche Lösungsansätze zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen sowie Instrumente und Wege aufzuzeigen, die Veränderungen fördern können. Netzwerke zu stärken, bewährte Praktiken sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Institutionen, Unternehmen und Zivilgesellschaft zu fördern, sind zentrale Anliegen der diesjährigen Ausgabe.
Die wichtigsten Programmpunkte
Die Veranstaltung beginnt um 12:00 Uhr mit den institutionellen Grußworten des Regionalassessors für die Zusatzvorsorge Carlo Daldoss sowie von Johanna Vaja, Präsidentin der Pensplan Centrum AG und Matteo Migazzi Geschäftsführer/CEO der Pensplan Centrum AG.
Anschließend folgen die Beiträge von Rafaela Pittschieler (wnet – networking women) und Eleonora Angelini (Giovani Imprenditori Confcommercio Trentino).
Im anschließenden Gespräch, moderiert von Sandra Kainz, diskutieren die Präsidentin und die Vizepräsidentin der Landesbeiräte für Chancengleichheit, Ulrike Oberhammer und Mara Rinner, die Gleichstellungsrätin bzw. der Gleichstellungsrat der Provinzen Bozen und Trient, Brigitte Hofer und Matteo Borzaga, sowie Marialuisa Gnecchi, Mitglied des Verwaltungsrats des NISF/INPS.
Die Bedeutung des Equal Pension Day
Der Equal Pension Day macht sichtbar, was oft im Verborgenen bleibt: Die Rentenlücke ist kein individuelles Problem, sondern das Ergebnis struktureller Ungleichheiten, die sich im Laufe des Erwerbslebens ansammeln. Die Veranstaltung möchte dazu beitragen, die Diskussion darüber anzuregen, wie Institutionen, Politik, Unternehmen und Gesellschaft mehr Chancengleichheit fördern und das Risiko verringern können, dass Frauen nach dem Ende ihrer Erwerbstätigkeit wirtschaftlich benachteiligt sind.
Infobox: Die Zahlen zum Gender Pension Gap
Bei einer Gesamtbetrachtung der verschiedenen Rentenverwaltungen des Privatsektors im Jahr 2026, einschließlich jener für Selbstständige sowie der gesamten Renten, liegt die durchschnittliche Höhe der von Frauen bezogenen Altersrenten im Trentino um 48 % und in Südtirol um 43 % unter jener der Männer.
Diese Ungleichheiten zeigen sich bereits während des Erwerbslebens. Im Privatsektor beträgt das geschlechtsspezifische Lohngefälle bei den Lohabhängigen in der Region beispielsweise rund 35 %. Unterschiede bei den Gehältern, den Karrierechancen und den beruflichen Laufbahnen wirken sich somit weiterhin auf die künftigen Renten aus.
Quelle: statistische Beobachtungsstelle des NISF/INPS.
Die Zusatzvorsorge ist ein wichtiges Instrument, um die gesetzliche Rente zu ergänzen und die künftige finanzielle Sicherheit zu stärken. Die Daten zu den Mitgliedern der Partnerzusatzrentenfonds in Trentino-Südtirol zeigen ein weitgehend ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern: Zum 31. Dezember 2025 sind 50,8 % der Mitglieder Frauen und 49,2 % Männer.
Beim angesparten Kapital besteht jedoch weiterhin ein deutlicher Unterschied: Frauen haben durchschnittlich 19.800 Euro angespart, Männer hingegen 30.400 Euro. Dies entspricht einem Gefälle von 35 %. Diese Zahlen spiegeln die Unterschiede in den Erwerbsverläufen und bei den Gehältern wider und bestätigen, wie wichtig es ist, eine bewusste Beteiligung an der Zusatzvorsorge während des gesamten Erwerbslebens zu fördern.
Quelle: Daten zu den Mitgliedern der Partnerzusatzrentenfonds in der Region zum 31.12.2025 – Pensplan Centrum AG.