Sensibilisierungsevent „Frauen und Finanzen“

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Die Pensplan Centrum AG fördert die Finanzbildung von Frauen in der Region

Datum:

28 November 2025

Lesezeit:

Beschreibung

Die Förderung der Finanzbildung und einer bewussten Spar- und Vorsorgekultur zählt zu den zentralen Aufgaben der Pensplan Centrum AG. Um das Finanzwissen in der Bevölkerung langfristig zu stärken, sensibilisiert sie Schülerinnen, Schüler, Frauen (und Männer) in zahlreichen Initiativen, Unterrichtseinheiten und gezielten Events wie „Frauen und Finanzen“, das am gestrigen 27. November 2025 in die dritte Runde ging. Dafür wurde sie mit dem Siegel des Komitees für die Planung und Koordinierung der Tätigkeiten im Bereich der Finanzbildung ausgezeichnet und im Programm „Monat der Finanzbildung“ aufgenommen.

Überaus groß war das Publikumsinteresse, noch größer das Erstaunen über Daten und Fakten, die für Laien nicht so geläufig sind: Rund 250 Interessierte – fast ausschließlich Frauen jeden Alters – verfolgten am Donnerstag die Ausführungen mehrerer Referentinnen rund um die Themen Vermögensbildung, Finanzierungen und Vorsorge im Kontext mit den Lebenswegen von Frauen. Die Veranstaltung der Pensplan Centrum AG in der EURAC in Bozen erfuhr damit ihre dritte Auflage.

Die Förderung der Finanzbildung und einer bewussten Spar- und Vorsorgekultur zählt zu den zentralen Aufgaben der Pensplan Centrum AG; dazu bietet sie für verschiedene Bevölkerungsgruppen spezifische Sensibilisierungs- und Bildungsprogramme an – von Unterrichtseinheiten an Schulen bis hin zu Fachtagungen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Bedürfnissen von Frauen – denn der bereits geläufige Gender Pay Gap ist nur einer von mehreren Aspekten, die Frauen in prekäre Lebenslagen bringen können. Und hier hilft nicht zuletzt eine bessere Finanzbildung – frei nach dem Motto „Wissen ist nicht nur Macht, sondern auch Geld“. Der Regionalassessor für Zusatzvorsorge, Carlo Daldoss, verwies in seiner Grußbotschaft auf aktuelle Studien, nach denen heute noch fast 20 Prozent der Frauen über kein eigenes Bankkonto verfügen. Von den 82 % der Frauen, die über ein Bankkonto verfügen, haben nur 67 % eigenständigen Zugang dazu. „Diese Ungleichheit darf nicht ignoriert werden. Institutionen und Sozialpartner müssen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Frauen die notwendigen Werkzeuge zur Verfügung haben, um sich eine unabhängige und sichere Zukunft aufzubauen, auch mittels Finanzbildung und anderen Maßnahmen, die die Inklusion von Frauen in die Wirtschaft fördern.“

Zu dieser Problematik komme der spezielle Lebensweg von Frauen, deren Berufsleben vielfach von Teilzeit-Phasen geprägt sei, betonte auch Johanna Vaja, Präsidentin der Pensplan Centrum AG. „Für Pensplan Centrum sind Frauen eine ganz besonders wichtige Zielgruppe, da sie auch heute noch finanziell benachteiligt sind“, unterstrich Johanna Vaja. „Gründe dafür sind Teilzeitarbeit, Auszeiten vom Berufsleben, um die Kinder zu erziehen und sich um die Pflege der Angehörigen zu kümmern. Dies führt nicht nur zu einer unterschiedlichen Erwerbssituation (Gender Pay Gap) sondern auch zu einer Ungleichbehandlung in Bezug auf die Rente (Gender Pension Gap). Um diesen Problemen entgegenzutreten, müssen wir die Finanzbildung der Frauen stärken und sie dazu befähigen, sich finanziell unabhängig zu machen und für sich selbst vorzusorgen.”

Mehr Wissen sei daher ein erster Schritt, die eigene finanzielle Situation besser planen und organisieren zu können, lautet demnach die Ansage von Matteo Migazzi, Geschäftsführer der Pensplan Centrum AG – und dafür sei in jeder Lebensphase und in jedem Alter der richtige Zeitpunkt.

Am besten dran ist allerdings, wer sich frühzeitig Gedanken macht: Die Finanzexpertin Hava Misimi – Gründerin und Geschäftsführerin von @Femance – erläuterte eindrücklich, wie sich „typische Frauenherangehensweise“ auswirken kann: „Wir müssen mehr wissen über die verschiedenen Anlagemöglichkeiten, um uns sicherer zu fühlen bei unseren Investitionen und klarer zu entscheiden.“ So würden, dank Zinsenzinsen, 50 Euro monatlich in 40 Jahren zu einem Vermögen von immerhin 96.000 Euro, rechnete sie vor.

Die Finanzberaterin und Ex-Bankerin Aminata Gabriella Fall ging auf die Hürden ein, denen Frauen bei der Kreditbeschaffung oft begegnen – nicht selten auch durch eigenes Zutun verschärft: „Banken schreiben uns Frauen ohnedies schon weniger Kreditwürdigkeit zu – darum ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein und selbstbewusst aufzutreten“, so Fall. Dazu gehöre zum Beispiel das Wissen um staatliche Kreditgarantien eigens für Frauen durch CONSAP.

Susanne Wiebel, Mitarbeiterin bei Pensplan Centrum AG, zeigte schließlich anhand einer typischen Lebensgeschichte einer Frau in der Autonomen Region Trentino – Südtirol auf, welchen Unterschied es ausmacht, in einen Zusatzrentenfonds einzuzahlen bzw. nach Ende des Berufslebens darauf zurückgreifen zu können. Des Weiteren erklärte sie die Vorteile und Möglichkeiten, die die Zusatzrentenfonds bieten.

 

Interviews

 

Interview mit Johanna Vaja, Präsidentin der Pensplan Centrum AG

 

Interview mit Hava Misimi, Gründerin und Geschäftsführerin von Femance

Seite aktualisiert am 28/11/2025, 15:07

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